29.8.2012
Sonntag schlaf ich bis 12, geh dann ins Luxushotel Belago Hotel zum Brunch. Brunche dann aber in einem Coffeshop nebenan. Dann hol ich das, Auto, packe im Hostel mein Zeugs rein, und ab gehts nach Key West, die äusserste Insel der Inselgruppe, gennant Keys, im Süden Floridas. Über den Highway durch die Everglades, nichts als Sumpf und Büsche Links und Rechts der Strasse. Über die Endlosen Brücken welche die Inseln miteinander verbinden.
10 Milen vor Key West nehm ich einen Anhalter mit, Marco Moody. Das Cliché des amerikanischen „Dude“. Quasselt wie am Laufmeter, vor allem über Frauen und Alkohol. Und alle 5 Milen: „Pass auf, pass auf, da stehen die Cops am Strassenrand“. Hat anscheinend schon einige schlechte Erfahrungen gemacht. Er hat als Soldat gedient, kriegt jeden Monat seinen Check vom Militär, arbeitet manchmal bei seinem Cousin als Gärtner, war geschieden und schon „Millionär“ – eine Abfindung wegen eines Verkehrunglücks welches sein Onkel anscheinend dann an der Börse multipliziert hat – aber natürlich hat alles seine Frau bekommen weil er mit einer jungen Schwarzen fremdgegangen ist. Wie im Film, allerdings das dieser nicht nach 2 Stunden zu Ende ist. Weil ich ihm angeboten habe mit nach Miami zurück zu fahren.
Vorerst geh ich allerdings am südlichsten Punkt der USA schwimmen, fotografier den Sonnenuntergang und Marco führt mich durch die Hauptstrasse der Stadt. Alles was er gut findet ist „Baaaaad“.
Wir fahren dann zusammen zurück, er qualmt mir das Auto mit meinen Zigaretten voll, findet jeden zweiten Song am Radio „Baaaad“, und dreht die Musik lauter.
Während der Hinfahrt auf die Keys hatte sich ein Typ telefonisch wegen der Mitfahrgelegenheit nach New Orleans erkundigt und mir angeboten bei ihn zu pennen. Nicht er wollte mit, sondern eine Lady, nach Alabama. Ich hatte ihn gebeten mir seine Adresse zu texten (SMS), was aber nicht geschah. Ich fand das ein bisschen komisch, bat darum Marco, mich zu diesem Typen zu begleiten, woraus dieser darauf bestand auszusteigen.
Ich finde dann die Adresse des Typs nicht, er nimmt das Telefon auch nicht mehr ab und ich bin ein wenig angepisst. Weil es schon Mitternacht ist beschliess ich mal Richtung NO loszufahren und unterwegs irgendwo im Auto zu schlafen. Aber nicht in den Vororten von Miami, no way. Ich versuch es als erstes im Indianerreservat welches mitten in den Everglades liegt. Aber keine Chance bei der Hitze, den Moskitos und dem gequake der Frösche. In Naples, auf eine Parkplatz vor einem Shoppingcenter schlaf ich dann 4 Stunden.









