1.9.2012
Morgens hab ich Hunger, aber der Hippie, der für das Frühstück zuständig ist hat verschlafen. Ich steig in den Streetcar Richtung French Quarter. Lade gleich in der Bourbon Street, und finde in einer Seitenstrasse ein nettes Lokal zu Frühstücken, das K-Paul. Es beginnt aus Kübeln zu giessen. In New Orleans gar nicht unüblich, solche kurze und kräftige Schauer.
Zurück im Hostel treff eich Marco aus Hannover. Er hat für eine Reportage über Tabasco für ein deutsches Magazin fotografiert. Tabasco wird auf einer Insel nahe NO produziert. Viele der Nachkommen des Tabasco-Clans leben auch dort, mittlerweile so um die 1000.
Wir beschliessen zusammen was zu essen und uns ins Nachtleben zu stürzen. Ich esse Jambalaia, so etwas wie Paelia, aber mit Fleisch und Huhn statt Fisch. Die Bourbon Street ist voll von hässlichen Fetten amerikanischen „Pauschaltouristen“, grölend und saufend. Alle Bands dort spielen Coversongs. Wir gehen darum in die Frenchman Street, wo die lokale Musikszene sich tummelt. In ungefähr zehn Bars und Lokalen spielen bis zu 3 Bands jeden Abend. New Orleans Jazz, Modern Jazz, Swing, Chansons, Rock, Folk, alles Mögliche trifft aufeinander in dieser Strasse. „That’s where it happens“, meinen auch die Einheimischen. Der „Spotted Cat Music Club“ gefällt mir besonders gut. Bei den „Poets for hire“, welche auf Bestellung Gedichte und Liebesbriefe schreiben treff ich auf Hassan. Er ist Kreole, ein arbeitsloser Cellist, und lädt mich für den nächsten Tag zu einer Stadtführung ein.








